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Angespielt auf dem „Post E3 Day“ bei Nintendo

Nach vielen Jahren hatte ich 2015 mal wieder die Möglichkeit die Zentrale von Nintendo of Europe in Frankfurt zu besuchen und die Highlights der E3 anzuspielen. Vorweg, ein richtig toller Kracher war nicht dabei. Aber trotzdem möchte ich meine Eindrücke zu drei Titeln beschreiben.

Super Mario Maker

Auf dem Post E3 Day von Nintendo in Frankfurt konnte ich ein zweites Mal (nach einer frühen Version auf der gamescom 2014) den „Super Mario Maker“ anspielen – und diesmal sehr ausführlich. Zugegeben, ich bin auf der gamescom damals etwas von Bastis sehr positivem Eindruck abgewichen, mittlerweile ist meine Freude dafür umso größer.

Das liegt vor allem daran dass ich mir diesmal sehr viel mehr ansehen konnte, bzw. uns das Spiel scheinbar nahezu fertig vorgestellt wurde. Der interessante Hauptteil der Software ist zweifelsohne der Editor mit dem jeder ein unglaublich umfangreiches Potpourri an Leveln entwerfen kann. Trotzdem sollte man aber nicht vergessen, dass zu Beginn auch schon etliche „normale“ Level spielbar sind. Kommen wir aber zurück zum Editor. Dort stehen euch vier verschiedene Hauptthemes zu Verfügung, nämlich Super Mario Bros., Super Mario Bros. 3, Super Mario World und New Super Mario Bros. U. In diesen könnt ihr euch nun nach Herzenslust austoben.

Es ist aber nicht nur möglich neue, klassische Level zu kreieren, ihr könnt darüber hinaus auch die verschiedensten Bausteine kombinieren. Beispielsweise eine Kanone die anstelle von Kugelwillis, endlos fliegend Fische verschießt, oder ein Pilz der euren Mario nicht einfach nur größer macht sondern in eine WiiFit Trainerin umwandelt – alles kein Problem. Außerdem bietet sich die Möglichkeit die Bewegungsspur eurer Spielfigur anzusehen. So könnt ihr dann extrem knifflige Passagen einbauen und Abstände oder Blöcke exakt so platzieren, dass sie nur mit einer sehr präzisen Steuerung erreichbar sind.

Abgerundet werden diese nahezu unendlichen Möglichkeiten mit einer offensichtlich sehr gelungenen Online-Anbindungen. So habt ihr viele Filtermöglichkeiten, die wahrscheinlich tausenden neuen Level die von der Community täglich erstellt werden, zu sortieren. Des weiteren könnt ihr die einzelnen Level auch bewerten und anhand eines Codes an Freunde weiterempfehlen. Dazu bietet der Titel neben einer gewohnt tollen akustischen Untermalung auch eine amiibo-Unterstützung in Form von freischaltbarer Kostüme.

Vorab-Fazit:

Meine anfängliche Unsicherheit über den Titel ist großer Vorfreude gewichen und ich freu mich schon auf mein Spiel, das es ja auch mit Artbook und amiibo zu erwerben gibt. Ich weiß zwar jetzt schon das meine zusammengeschusterten Level bestimmt keinen Blumentopf in der Communitywertung einfahren werden, aber dafür gibt es garantiert etliche andere kreative Köpfe mit verrückten Ideen.

Super Mario Maker

Super Mario Maker

 

Metroid Prime: Federation Force

Bamm! Das hatte gesessen. Nahezu allen Fans von Metroid viel bei der Präsentation von Metroid Prime: Federation Force die Kinnlade runter. Gefolgt von Stirnrunzeln. Gefolgt von so mancher Schimpftirade die sich natürlich besonders im Netz entlud. Ich war bei der Präsentation im Urlaub, bekam aber so manche Tweets mit und dachte ehrlicherweise es wäre mal wieder so eine typische „Überreaktion“ von Fanboys, die sich gegen eine Modifizierung des Franchise sträuben und nun ein übertriebenes Theater veranstalten.

Doch als ich dann ein paar Tage später den Trailer nachholte packte auch mich das Stirnrunzeln gefolgt von jeder Menge Unverständnis. Anstatt einen würdigen Nachfolger zu präsentieren, gibt es lediglich ein Spin-Off das grafisch irgendwie eine Mischung aus Metroid Wind Waker Und Lego ist? Echt jetzt? Und überhaupt das ganze Setting scheint ja zehnmal so weit von einem klassischen Metroid entfernt zu sein, wie das damalige, anfänglich ebenfalls kritisch beäugte Metroid Pinball.

Aber oftmals täuscht ja auch der erste Eindruck und so war die Gelegenheit natürlich ideal auch diesen Titel bei Nintendo of Europe in Frankfurt anzuspielen. Hier wurde sich auch Mühe gegeben das Spiel stark in Szene zu setzen, denn ganze sechs 3DS waren aufgestellt um direkt in Dreierteams gegeneinander losspielen zu können. Allerdings wurde das Interesse dann gleich wieder getrübt da lediglich der Modus „Blast Ball“ anspielbar war, welcher ja nur ein kleiner Teil des Coop First Person Shooters sein soll. Demzufolge besteht der erste Eindruck von mir auch nur aus diesem Teilbereich des Spiels.

Bei Blast Ball handelt es sich, um es mal locker auszudrücken, um ein drei gegen drei Mech Fußball Spiel. Die Mannschaften versuchen einen überdimensionalen Ball mithilfe ihrer Kanonen ins Tor zu ballern und so der gegnerischen Mannschaft zuvorzukommen. Diese hat natürlich denselben Plan und wird alles daransetzen euch zuvorzukommen. Im Gegensatz zum traditionellen Fußball ist bei Blast Ball auch das foulen erlaubt und ihr könnt mit eurem Blaster nicht nur den Ball beschießen, sondern auch eure Gegner, die bei einem Volltreffer mehrere Sekunden pausieren müssen. Dazu gibt es die Möglichkeit items einzusetzen die gelegentlich auf dem Spielfeld erscheinen und eingesammelt werden können. Außerdem könnt ihr auch mit eurem bloßen Körpereinsatz versuchen den Ball zu stoppen, bzw. ihn in die gewünschte Richtung zu schieben. Dies wird allerding normalerweise mit einem recht schnellen Defekt eures Mechs enden, da die überdimensionale Pille elektrostatisch aufgeladen scheint.

Technisch gesehen lief die Blast Ball Demo durchaus sauber. Die Bewegungsabläufe ruckelten nicht, die visuelle Atmosphäre ist stimmungsvoll gestaltet und die Mechs tun im Wesentlichen das was man ihnen vorgibt. Natürlich ist so ein Multiplayer-Kampf auch immer eine hektische Sache und eine richtige Ballkontrolle stellt sich für mich als schwierig heraus. Ich finde dass in der Steuerung durchaus noch Optimierungsbedarf besteht.

Vorab-Fazit:

Blast Ball ist als ein Teil von Metroid Prime: Federation Force, nicht unbedingt ein schlechtes Spiel und kann durchaus für ehrgeizige Multiplayer Partien dienen. Die Frage was das mit Metroid Prime zu tun hat, ist meiner Meinung nach weiterhin berechtigt. Viele Anknüpfungspunkte gibt es bei dem bisher gezeigten nicht. Wer aber immer schon auf einen futuristischen Mech-Fußballverschnitt gewartet hat, kann auf einen interessanten Titel hoffen. Ich warte ab wie sich das Spiel, auch nach der Kritik der Fans, entwickeln wird. Ein Kaufgrund wäre diese Version für mich nicht.

Metroid Prime Federation Force

Metroid Prime Federation Force

 

Mario Tennis Ultra Smash

Ich persönlich fand ja Tennis schon immer uninteressant. Beim echten Sport finde ich Federball oder Badminton einfach praktischer, einfacher und leichter. Und als Zuschauer? Nun ehrlich gesagt habe ich mich schon immer lustig gemacht über diese langsam kopfschüttelnde Masse die zu überteuerten Preisen diesen übertrieben laut seufzenden Tennisspielern nachsieht. Aber dann bekam ich irgendwann durch einen Zufall „Mario Power Tennis“ für den Gamecube und hatte, ja tatsächlich, eine Menge Spaß.

Nun, trotzdem war die Ernüchterung auch bei mir groß, als auf der diesjährigen E3 statt eines fulminanten Metroid´s oder des langersehnten F-Zero ein neuer „Mario Tennis“ Titel erschien. Aber ich spare mir die Schmähzeilen an dieser Stelle und widme mich pflichtgemäß der Software. Im Übrigen gibt es auch ein paar Interessante Hintergründe zur Mario Tennis Reihe. Habt ihr beispielsweise gewusst, dass der erste Teil für den gefloppten Virtual Boy erschien? Oder dass der Charakter Waluigi seinen ersten Auftritt in dieser Reihe hatte? Das war seinerzeit bei der N64 Version der Fall.

Wer weiß, welches nicht ganz so unwichtige Detail der Titel diesmal bringt. Viel konnten wir nämlich leider noch nicht ausprobieren. Freigeschaltet war in der E3 Demo Version lediglich ein Spielplatz im Single und im Double Modus. Als auswählbare Charaktere standen Mario und Bowser zu Verfügung, bei einem Double wurden diese dann durch die computergesteuerte Peach und Toad ergänzt. Allgemein hält sich Nintendo noch sehr bedeckt zu den Infos rund um den Titel. So erhielten wir keine Hinweise auf die vorhandenen Modis oder ob der Titel auch online spielbar ist. Von letzterem ist zwar im Jahre 2015 auszugehen, aber hey, wir kennen ja Nintendo´s abenteuerliche Firmenphilosophie.

Mario Tennis Ultra Smash spielt sich am besten mit dem Wii U Pro Controller, auch wenn eine Steuerung mit dem GamePad möglich ist. Die Bälle werden einfach mit dem X-Button angenommen, bzw. zurückgefeuert. Um etwas detaillierter und trickreicher zu spielen benötigt man neben einer zielführenden Hin- und Her Rennerei auf dem Platz aber auch die anderen Buttons. So spielt man beispielsweise mit A und B gleichzeitig einen besonders kraftvollen Ball und mit Y eine Annahme per Rückhand. Gelegentlich leuchten auch die Stellen auf, auf die der Ball auftreffen wird und fordern zu einem bestimmten Buttondruck auf, um einen Spezialschlag auszuführen.

Soweit also nichts sonderlich Neues. Glücklicherweise macht der Titel dann aber auch genau so viel Spaß wie die vergangenen. Es ist immer wieder lustig den Gegner über den Platz zu scheuchen oder ihn mit einem besonders heftigen Schlag wie ein Pflug in den Rasen zu wuchten. Das Blatt kann sich auch, ähnlich wie bei anderen Mario Sport Titeln, schnell wenden und wer gerade noch fröhlich feixte ist plötzlich der bedröpelte Verlierer. Der einzige wirklich neue Clou der auffällt, ist der gelegentlich auftauchende Superpilz, der eure Figur enorm anwachsen lässt und den Schlägen natürlich damit noch mehr Power verleiht.

Vorab-Fazit:

Keine Frage, Mario Tennis wird auch in dieser Hardware Generation wieder Spaß machen, davon konnten wir uns überzeugen und die Entwickler von Camelot konnten ja bei den letzten Versionen des Spiels schon mächtig üben. Aber braucht die Welt auch im Jahr 2015 wieder ein neues Mario Tennis, was scheinbar keine wesentlichen Änderungen bietet und wohl als Vollpreis-Titel im Regal steht? Ich für meine Wenigkeit, schaue mir das Spiel beim Erscheinen gerne noch mal genauer an, bin aber skeptisch.

Mario Tennis Ultra Smash

Mario Tennis Ultra Smash

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