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Gamescom-Preview: Typoman für Wii U

 

Worte statt Taten!

Neben den bekannten Premium Titeln gab es bei Nintendo auf der gamescom auch eine etwas abgetrennte Indie Spiele-Insel. Ein Star der dort anspielbaren Software unter dem Sammelbegriff #Nindies war zweifelsohne Typoman. Der Titel des Bonner Entwicklerstudios Brainseed Factory wurde sogar für die gamescom-Awards nominiert.

Manchmal finde ich ja dass die kleinen Indie-Entwickler ihrer Zeit voraus sind. Denn während die großen Blockbuster-Schmieden noch damit beschäftigt sind, bloß jedes Pixel auf HighEnd HD zu polieren, den Soundtrack auch ja episch-orchestral abzumischen und letztlich einfach nur bewährte Konzepte neu auflegen, kümmern sich viele Indies um das wesentliche: Frische und kreative Spielideen.

Na gut, zugegeben ist das nicht immer so, aber ein Beispiel wie es im Idealfall sein könnte bietet uns Typoman. Ein Wii U exklusiver Indie Titel, der es noch im dritten Quartal 2015 zu uns schaffen soll. Der Titel Typoman ist natürlich nicht zufällig gewählt und so dreht sich in dem Spiel vieles um Typografie, also um Buchstaben und Wörter.

Ihr steuert einen kleinen Charakter namens HERO durch ein sidescrollendes Jump & Run. Die Welt ist sehr stimmungsvoll und vor allem recht düster und dystopisch gehalten. Ihr bewegt euer recht filigranes Figürchen oft durch dunkle Schächte und über steile Abgründe, im Hintergrund prägen Ruinen und alte Fördertürme das Bild. Und schon bald lauern die ersten Fallen und Herausforderungen auf euch. Diese bestehen oft aus Buchstabenkombinationen, welche ihr mit dem Protagonisten clever nutzen und / oder kombinieren müsst.

Als Grundeigenschaften könnt ihr nämlich nicht nur laufen und springen, sondern auch Buchstaben ziehen, schieben und werfen. So kommt ihr während des Spielverlaufs beispielsweise an eine wassergefüllte Grube, in die es permanent hineinregnet. So könnt ihr natürlich nicht weiter, aber siehe da, über euch hängen mehrere Buchstaben mit denen ihr hin und herschwingen könnt. Ihr ergreift folglich eine Buchstaben-Liane nach der anderen und mit dem letzten Buchstaben, einem „D“, schwingt ihr an die Regenwolke. In dieser befindet sich das Wort „RAIN“ was aber nach eurer Aktion zu „DRAIN“ wird und der Wassergraben leert sich und ihr könnt passieren.

Ihr merkt es vielleicht, mit Typoman könnt ihr nebenher auch ein wenig euer englisch auffrischen. Eine Lokalisierung ins Deutsche oder in andere Sprachen, wäre aufgrund der zusammengebauten Wörter wohl recht schwierig, ist aber heutzutage auch nicht wirklich nötig. Zudem sind die Vokabeln oft simpel gehalten und auch für Menschen mit nur geringeren Englisch-Kenntnissen geeignet. Der reine Einzelspieler-Titel verspricht außerdem eine Hilfe Funktion, die über den Touchscreen vom Gamepad abgerufen werden kann und wenn alle Stricke reißen, gibt es ja auch noch die Community im Miiverse.

Fazit:
Typoman hat mich auch in der kurzen Messe Session richtig gefordert. Und das ist vielleicht der einzige Schwachpunkt des Titels: Ein knackiger Schwierigkeitsgrad, der ins unfaire pendeln könnte. Ansonsten ist den Entwickler aber wirklich ein kleines Meisterwerk gelungen. Optisch sehr gelungen und vor allem: Viele frische Ideen und ein sehr stimmungsvoller Gesamteindruck. Nintendo eShop ich komme!

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